Goassbauer

Ihr Bio-Ziegenhof im Loisachtal

Über uns 


Wer wir sind

Wir, das sind Konrad und Beatrix Bauer - Bauern aus Leidenschaft. "Bauern" (und nicht Landwirte) desshalb, weil wir uns von der "Agrarindustrie" auch begrifflich absetzen wollen, auch wenn wir beide gelernte "Landwirte" sind. Unsere Landwirtschaft ist nicht sehr groß und bei der Überlegung, wie man trotzdem etwas daraus machen könnte, sind wir auf Milchziegen gestoßen und haben so 2014 von Mutterkuhhaltung auf Milchziegen umgestellt. Seit 2008 wird der Betrieb biologisch nach den Richtlinien von Bioland und inzwischen auch biologisch-dynamisch nach den Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Auf unsere Felder kommt nur der betriebseigene Dünger von den Tieren (angereichert mit Biolit und teilweise effektiven Mikroorganismen) und die Tiere bekommen fast nur betriebseigenes Futter. Ein bisschen Kraftfutter wird - natürlich Bio - aus Bayern zugekauft.

 

Bio und was es für uns bedeutet

Biologisch zu wirtschaften heißt für uns nicht nur die Regeln von Bioland und die staatlichen Vorgaben zu erfüllen. Für uns bedeutet "bio", dass wir versuchen, so nachhaltig wie möglich zu wirtschaften, in Kreisläufen zu denken und ständig nach neuen, besseren Methoden zu suchen. Wir sind zwar seit 2008 bei Bioland, doch das reicht uns nicht. Wir wollen immer besser werden und unseren eigenen – zum Teil viel strengeren – Anforderungen gerecht werden. Immer wieder fragen wir uns: Wie können wir noch weniger Energie verbrauchen, wie können wir noch sinnvoller Ressourcen einsetzen – wo können wir das System – den Kreislauf der Natur noch mehr verstehen, nutzen und unterstützen. Wir wollen immer mehr Denkansätze der Permakultur in unser Leben und Wirtschaften integrieren – da stehen wir noch ganz am Anfang. Doch jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

Wir wollen versuchen, den Boden zu ernähren, nicht die Pflanzen, also das Bodenleben zu fördern, Humus aufzubauen mit betriebseigenen Mitteln. Die Schwarzerde der Indios (einst „Terra Preta“ genannt, doch jetzt ist dieser Begriff geschützt!) fasziniert uns – die Möglichkeiten mit Kohle den Boden zu verbessern und CO2 „zurück“ in den Boden zu bringen…

Wir wollen, dass es unseren Tieren gut geht, solange sie in unserer Obhut sind, und wenn der „Tag X“ ansteht, versuchen wir, mit großer Ehrfurcht vor dem Tier und seinem Leben und Tod zu handeln. Wir bedanken uns für das Fleisch, das es uns liefert und suchen nach nahegelegenen Schlachtmöglichkeiten, die in unserem Sinne sind. Meistens sind wir bis zum letzten Moment dabei.

Jetzt kommt allerdings der Verbraucher ins Spiel:

Es ist kostspielig und arbeitsintensiv – der biologische Weg. Der Verbraucher sieht auch sehr gerne Kühe mit Hörnern und Kälber zusammen auf der grünen Weide, Ziegen mit Hörnern, die auf Steinhaufen klettern und Hühner, denen nicht überall Federn fehlen und die in der Erde scharren können. Wer diese Landwirtschaft sehen möchte, darf bewusster einkaufen, sich besser über regionale Produkte informieren und ein paar Cent (oder Euros) mehr zahlen. Es ist ein Beitrag zum Erhalt der Landwirtschaft ohne Agrarfabriken und „biologisch“ einzukaufen ist auf jeden Fall ein wertvolles Verbraucher-Signal: „ja, ich bin bereit etwas mehr für biologisch produzierte Lebensmittel auszugeben“. .

Unsere Philosophie

Wir wissen, dass wir eine große Verantwortung haben - wir dürfen Land bewirtschaften, um wertvolle Lebensmittel für viele Menschen zu produzieren. Dieses Land gibt es nur einmal. Wir dürfen es nicht ausbeuten, sondern es pflegen und gesund erhalten, damit auch nachfolgende Generationen noch etwas davon haben.

Wir haben die Obhut über viele Tiere - viele Seelen im Stall. Denen soll es gut gehen, solange sie bei uns sind. Sie liefern uns wertvolle Lebensmittel und das achten wir.

Wir leben in einem Land, in dem jeder einen verhältnismäßig großen "ökologischen Fußabdruck" hat. Wir wollen bei uns anfangen, diesen etwas zu verkleinern - so gut es geht und Schritt für Schritt. Wir leben in eine müllbergeproduzierenden Konsum- und Wegwerfgesellschaft, in einem Land, in dem noch viel zu viele Lebensmittel weggeworfen werden. Es ist wichtig, wieder mehr Wertschätzung für Lebensmittel zu haben. Wir - als Produzenten an erster Stelle - wissen, wie arbeitsintensiv es ist, wertvolle Lebensmittel herzustellen....